




Handy
Nokia









Die 1990er Jahre waren eine Zeit des Umbruchs. Parallel zum Privatfernsehen und der deutschen Wiedervereinigung begann die Mobilfunkrevolution. Entscheidend war der neue GSM-Standard, der das analoge C-Netz ablöste. 1992 nahmen Mannesmann und Deutsche Telekom ihre Netze in Betrieb. Damit wurden Handys erstmals alltagstauglich – klein und leistungsstark statt sperrig und schwer.
Ein weiterer Meilenstein war die SMS. Die erste Kurznachricht wurde am 3. Dezember 1992 von einem PC an ein Mobiltelefon im britischen Vodafone-Netz gesendet. Das Wort „simsen" schaffte es bald in den Duden. Parallel wuchs auch das Internet: 1990 gingen erste Websites online, 1994 stellte der Spiegel als erstes deutsches Nachrichtenmagazin Texte ins Netz. Diese parallelen Entwicklungen bildeten den Nährboden für intelligente Mobiltelefone der folgenden Jahre.

Das nokia Handy
unzerstörbar
und genial

Nokia prägte den Handyalltag der späten 90er und frühen 2000er wie kaum eine andere Marke. Die Geräte punkten mit robuster Bauweise, langer Akkulaufzeit und unverwechselbarem Design. Ab 1997 war das vorinstallierte Spiel „Snake" auf vielen Modellen ein echter Hit. Der Durchbruch kam mit dem Nokia 3210 ohne externe Antenne. Ees war ein Verkaufserfolg für die Massen.
Das erfolgreichste Modell blieb jedoch das 2003 erschienene Nokia 1100. Bis 2013 wurde es mehr als 250 Millionen Mal verkauft und ist damit bis heute das meistverkaufte Mobiltelefon der Welt. Für viele Menschen war ein Nokia-Handy nicht nur Kommunikationsmittel, sondern fester Bestandteil des Alltags. In der Schule, im Beruf oder unterwegs ermöglichte es mobile Kommunikation.
Von 1998 bis 2011 war Nokia weltgrößter Handyhersteller. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, im Jahr 2002, hielt das Unternehmen einen Marktanteil von 35,8 Prozent – deutlich vor Motorola, Samsung, Siemens und Sony Ericsson. Die Marke bleibt Symbol für robuste Technik und bewusste Einfachheit – ein Gegenentwurf zur permanenten Vernetzung durch das moderne Smartphone.
Hintergrund der Zeit